Im Juni 2024 hatte der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestags entschieden, dass die Ufergestaltung in der Gemeinde Kestert in der Verbandsgemeinde Loreley mit mehr als 1 Millionen Euro aus dem Bundesförderprogramm „Anpassung urbaner und ländlicher Räume an den Klimawandel“ gefördert werden soll. „Das Bundesbauministerium hat diesen Beschluss nun umgesetzt und der Gemeinde den entsprechenden Zuwendungsbescheid übergeben. Das freut mich sehr“, erklärt der Koblenzer SPD-Bundestagsabgeordnete Dr. Thorsten Rudolph, der sich als Mitglied des Haushaltsausschusses intensiv für diese Förderung eingesetzt hatte.
Bereits im Vorfeld der Entscheidung 2024 hatte Rudolph viele Gespräche geführt – in Berlin und mit den politisch Verantwortlichen vor Ort. „Mit Ortsbürgermeister Uwe Schwarz, VG-Bürgermeister Mike Weiland, Landrat Jörg Denninghoff und unserem Landtagsabgeordneten Roger Lewentz habe ich mich eng abgestimmt und intensiv über die Pläne ausgetauscht. Und ich bin überzeugt davon, dass die neue Ufergestaltung Kestert erheblich aufwerten und einen wichtigen Beitrag zur Klimaanpassung leisten wird, weshalb ich mich auch im Bundestag für eine Förderung eingesetzt habe“, so Rudolph, der inzwischen auch Haushaltspolitischer Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion ist.
Das Förderprogramm „versteht sich als Beitrag des Bundes zu einer klimaangepassten Stadtentwicklung durch gezielte Erhaltung, Anpassung und Ausweitung öffentlicher Grün- und Freiflächen“, heißt es vonseiten des Ministeriums. Seit 2020 wurden 344 Projekte in zahlreichen Städten und Gemeinden im Rahmen des Bundesprogramms für projektbezogene Förderungen ausgewählt. Die Mittel in Höhe von insgesamt 576 Millionen Euro wurden in vier Fördertranchen aus dem Klima- und Transformationsfonds als Projektzuwendung an die ausgewählten Kommunen zur Verfügung gestellt. Der Haushaltsauschuss des Deutschen Bundestages beschließt die Projektauswahl.
Die Maßnahme in Kestert steht in Verbindung mit dem Bau eines Radweges durch den Landesbetrieb Mobilität. Die Rheinkommune will diese Möglichkeit nutzen, die zwischen dem neuen Radweg und der B42 befindlichen Flächen sowie anschließende Bereiche mit klimaresilienten Bäumen, Stauden und Hecken zu bepflanzen. „Die Gemeinde verfolgt das Ziel, neue Grün- und Freiräume mit hoher Kühlungswirkung zu schaffen, die Bürger und Touristen zum Verweilen und nachhaltiger Mobilität einladen. Gleichzeitig soll das Rheinufer besser zugänglich werden. Der Anteil der versiegelten Oberflächen soll reduziert werden, um negative Folgen durch Starkregen vorzubeugen. Als Beleuchtung soll eine Solarbeleuchtung mit autonomer Stromversorgung eingesetzt werden“, heißt es in der Projektbeschreibung des Ministeriums.
Für das Projekt sind Kosten von 1,246 Millionen Euro vorgesehen. Der Bund übernimmt mit der Förderung 85 Prozent davon, also 1,058 Millionen Euro. „Die Förderung zeigt, dass es sich lohnt, die Fördermöglichkeiten des Bundes zu nutzen, um sinnvolle, aber kostenintensive Projekte zu stemmen“, sagt Rudolph. „Ich möchte daher auch andere Städte und Gemeinden aus meinem Wahlkreis ermutigen, diese Möglichkeit zu nutzen. Ich werde mich als Bundestagsabgeordneter in Berlin selbstverständlich dafür einsetzen, dass möglichst viele Fördergelder ihren Weg in den Wahlkreis finden.“
