Über die geplante Reform des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG), den weiteren Ausbau der Stromnetze und die Rolle moderner Speichertechnologien hat sich der Koblenzer SPD-Bundestagsabgeordnete Dr. Thorsten Rudolph mit Gerd Schöller, CEO von Schoenergie, und Anja Peters, Leiterin Politik und Unternehmenskommunikation, ausgetauscht. Das familiengeführte Energieunternehmen mit Sitz in Föhren plant und realisiert unter anderem Photovoltaikanlagen, Solarkraftwerke, Batteriespeicher und intelligente Energiesysteme und ist mit einer Niederlassung in Mülheim-Kärlich auch im Wahlkreis des Abgeordneten vertreten.
Im Mittelpunkt des Gesprächs standen die Auswirkungen der geplanten EEG-Reform und des sogenannten Netzpakets auf Unternehmen der Solarbranche. Schöller und Peters machten insbesondere auf die Bedeutung verlässlicher Investitionsbedingungen aufmerksam. Unsicherheiten bei künftigen Regelungen und mögliche Eingriffe in die Einspeisung ohne entsprechende Entschädigung könnten nach Einschätzung des Unternehmens Investitionen erschweren und den weiteren Ausbau der erneuerbaren Energien bremsen.
„Für die Energiewende sind verlässliche Rahmenbedingungen und Planungssicherheit von großer Bedeutung“, erklärte Rudolph. „Deshalb ist es wichtig, die praktischen Erfahrungen der Unternehmen in die politische Debatte einzubeziehen und genau zu prüfen, welche Auswirkungen neue Regelungen auf Investitionen und den weiteren Ausbau der erneuerbaren Energien haben können.“
Ein weiterer Schwerpunkt des Gesprächs war die Frage, wie Batteriespeicher, intelligente Netzintegration und mehr Flexibilität dazu beitragen können, Netzengpässe zu reduzieren. Die Unternehmensvertreter stellten in diesem Zusammenhang unter anderem den Batteriespeicherpark am Unternehmensstandort Föhren sowie das Forschungsprojekt SUREVIVE vor. Intelligente Speicher an Umspannwerken könnten beispielsweise mithilfe von Wetter- und Erzeugungsprognosen gezielt eingesetzt werden und so Stromnetze entlasten.
„Speicher und eine intelligentere Steuerung unseres Energiesystems können einen wichtigen Beitrag dazu leisten, Erzeugung und Verbrauch besser miteinander zu verbinden“, so Rudolph. „Das Gespräch hat deutlich gemacht, dass es sich lohnt, bei der weiteren Ausgestaltung der Rahmenbedingungen auch solche praxisnahen Lösungen stärker in den Blick zu nehmen.“
